Pflegehinweise

Zur Nutzung Ihrer angemieteten Wohnung

Nachstehende Hinweise sollen Ihnen eine Hilfestellung zur pfleglichen Behandlung der Mietsache geben. Mit der Beachtung dieser Hinweise tragen Sie dazu bei, dass die Einrichtungsgegenstände Ihrer Wohnung über lange Zeit in einem sauberen und einwandfrei funktionierenden Zustand gehalten werden.

Melden Sie der Hausverwaltung einen Mangel, so wird umgehend eine Reparatur veranlasst. Unter Berücksichtigung Ihrer Eigenbeteiligung erhalten Sie dann automatisch nach erfolgter Reparatur eine Belastungsrechnung. In diesem Fall haben Sie keinen Einfluss auf die Kosten!

Beim Abschluss Ihres Mietvertrages haben Sie sich verpflichtet, Kleinreparaturen bis zu einer bestimmten Höhe (je einzelne Reparatur) selbst zu tragen. Der Gesetzgeber verschont damit den Vermieter vor Bagatellschäden, die durch den Gebrauch der Mietsache entstehen. Beachten Sie hierbei bitte, dass diese Kosten, ungeachtet einer Ursache für den eingetretenen Schaden, an Sie weiter berechnet werden können. Die maximal zumutbaren Kosten sind für ein Jahr auf einen bestimmten Prozentsatz der Jahresnettokaltmiete begrenzt (siehe Mietvertrag).

Wir können Ihnen jedoch versichern, dass getreu dem Gebot der wirtschaftlichen Sorgfaltspflicht nur Firmen zu branchenüblichen Preisen beauftragt werden. Ferner genießen Sie bei Durchführung der Arbeiten im Auftrag Ihrer Hausverwaltung selbstverständlich auch eine Gewährleistung auf die ausgeführte Leistung.

Mit der schonenden Behandlung der Mietsache tragen Sie selbst dazu bei, eigene Kosten zu sparen!

1. Bad und Küche

Wenn der Wasserdruck an der Mischbatterie nachlässt, kann dies an zugesetzten Perlatoren liegen (der Strahlregler am Auslauf der Mischbatterie). Diese sollten in regelmäßigen Zeitabständen von Verunreinigungen und Kalk befreit werden. Mittels eines passenden Maulschlüssels lässt sich der Perlator abschrauben – bitte achten Sie darauf, nicht mit einer Zange an die Mischbatterie zu gehen, da der Chrom sonst schnell zerkratzt wird.

Aus dem Perlator können Sie nach dem Abmontieren die Siebe entnehmen und mit Wasser ausspülen. Hat sich bereits Kalk festgesetzt, weichen Sie den Perlator am besten in einem Reinigungsmittel mit Wasser ein. Kurze Zeit später können Sie den Kalk leicht entfernen. Im Übrigen glänzen verchromte Armaturen sehr schnell wieder, wenn man sie mit geeigneten Reinigern oftmals abwäscht und anschließend poliert. Duschschläuche und Brausehandstücke sollten ebenfalls regelmäßig mit Kalkentferner gereinigt werden. Dies erhält nicht nur das schöne Aussehen, sondern sichert auch auf lange Zeit eine einwandfreie Funktionsweise (kein Verstopfen der feinen Spritzdüsen).

Sanitärobjekte

Achten Sie bei der Reinigung von WC und Waschbecken darauf, dass Sie auch unter und hinter den Objekten reinigen. Nicht selten sehen Waschbecken von oben sehr sauber aus – ein Blick auf die Unterseite enthüllt oftmals die vernachlässigten Stellen sehr deutlich. Das WC sollte in regelmäßigen Abständen auch im Ablauf, in dem das Wasser steht, gereinigt werden. Entsprechende Reiniger können Sie im einschlägigen Handel erwerben. Wichtig: Verstopfungen kommen nicht plötzlich! Durch immer langsamer abfließendes Wasser kündigen sie sich an.

Bei den ersten Anzeichen sollte mit Abflussfrei oder ähnlichen Mitteln gereinigt werden. Für geringes Geld erhalten Sie im Haushaltsbedarf Siebe, die in den Auslauf von Wasch- und Spülbecken gelegt werden. Damit werden z. B. Haare und größere Schmutzteilchen aufgefangen, bevor sie in den Abfluss gelangen.

Gas- oder Elektroherde

Sollten Sie eine Kocheinrichtung mit gemietet haben, ist hier eine besondere Pflege erforderlich. Nach jedem Gebrauch sollten Sie alle benutzten Teile gründlich reinigen. Nutzen Sie insbesondere bei Elektroherden für die Nahrungszubereitung im Backraum vorsorglich Aluminiumfolie als Unterlage, das erleichtert Ihnen die Reinigung der Roste.

Lüftung

In einigen Bädern (meist Räume ohne Fenster) befindet sich eine separate, elektrische Lüftung. Die in den Lüftungsanschlüssen befindlichen Siebe sollten regelmäßig (ca. alle drei Monate) herausgenommen und mit herkömmlichem Seifenwasser gereinigt werden. Zugesetzte Siebe verhindern die Lüftungswirkung und führen gegebenenfalls zu Schäden an dem Lüfter.

2. Fenster und Türen

Nicht nur die Scheiben sollten regelmäßig geputzt werden, auch die Rahmen bedürfen einer wiederkehrenden Pflege. Das Bohren in Fenstern, Türrahmen und Türblättern (insbesondere bei Kunststoff) ist nicht gestattet. Zur Reinigung von Kunststofffensterrahmen sollten handelsübliche Reiniger genommen werden. In jedem Fall ist der Gebrauch von säurehaltigen Mitteln zu unterlassen, da diese den Kunststoff angreifen. Auch das äußere Fenstersims sollten Sie im Zuge der Fensterreinigung abwischen.

In den meisten Fenstern befinden sich kleine Schlitze, die aufprallendes Regenwasser wieder ablaufen lassen. Reinigen Sie diese Schlitze regelmäßig, um ein Verstopfen und Überlaufen zu verhindern. Im Übrigen putzen sich Fensterscheiben nach der Feuchtreinigung mit einem weichen Lederlappen sehr wirkungsvoll.

Das Anbringen zusätzlicher Namenschilder auf den Wohnungstürblättern ist nicht gestattet – auf der Wohnungsklingel sollte Ihr Name gut sichtbar angebracht sein.

3. Fußböden, Wände und Balkone

Egal welche Art von Fußböden Ihre Wohnung hat – Teppichboden, Dielung, Laminat oder Fliesenfußboden – reinigen Sie Ihre Fußböden stets mit handelsüblichen Mitteln und nicht mit lösungsmittelhaltigen Reinigern. Reinigen Sie Ihren Laminatfußboden außerdem nur nebelfeucht, niemals triefend nass. Auch für Fliesenfußböden gibt es ein reichhaltiges Sortiment von speziellen Reinigungsmitteln im einschlägigen Handel.

Das Anbringen privater Gegenstände an Fassadenbereichen und auch Balkonen ist nicht gestattet. Damit soll sichergestellt werden, dass anfallendes Regen- oder Schmelzwasser gut abfließen kann. Versehen Sie deshalb niemals Ihren Balkon- oder Terrassenboden mit Belägen, die einen Wasserabfluss blockieren. Im Übrigen ist der Mieter verpflichtet die Abflüsse stets frei zu halten.

Das Aufstellen von Satellitenschüsseln ist grundsätzlich untersagt.

4. Richtig Lüften

Lüften Sie alle Räume der Wohnung regelmäßig, möglichst viermal am Tag. Dazu öffnen Sie alle Fenster gleichzeitig ganz für 5 bis 10 Minuten (Querlüftung, Durchzug), damit sich der Luftaustausch schnell vollziehen kann – dies gilt auch, wenn es regnet oder kalt ist. Diese Zeit reicht, um die feuchte Raumluft der Wohnung durch kalte, aber trockene Luft zu ersetzen. Längeres Lüften an einem Stück führt nur zum Auskühlen der Wände.

Die Lüftung ist umso wichtiger, je höher die Temperaturdifferenz zwischen außen (kalte Luft) und innen (warme Luft) ist. Eine Dauerlüftung durch gekippte Fenster sollten Sie unbedingt vermeiden (auf jeden Fall während des Heizbetriebes),  da dies Ihre Wände auskühlt und im Verhältnis mehr Energie als wiederholte Stoßlüftung kostet. Kalte Luft aufzuheizen kostet wenig Energie, ausgekühlte Wände aufzuheizen dagegen verschlingt viel Energie.

Während des Lüftens sollten Sie die Thermostatventile an den Heizkörpern unbedingt schließen, da die niedrige Temperatur der einströmenden Frischluft  die Temperaturfühler dazu veranlasst, die Ventile völlig zu öffnen. Erst nach dem Lüften sollten Sie daher die Thermostatventile wieder auf die vorherige Stellung stellen und öffnen.

Die Heizkörper sollten auch in wenig benutzten Räumen, insbesondere in Schlafzimmern, niemals abgestellt werden. Das „Mitheizen“ des Schlafzimmers durch geöffnete Türen ist unbedingt zu vermeiden, weil sich wärmere (feuchte) Luft aus der übrigen Wohnung an den vergleichsweise kühleren Wänden des Schlafzimmers niederschlägt.

Beim Kochen und gleich nach dem Baden/Duschen sollten Sie die Fenster sofort öffnen und alle Türen schließen, um größere Wasserdampfmengen bereits beim Entstehen gezielt wegzulüften, damit sich der Wasserdampf gar nicht erst in der Wohnung ausbreiten kann.

Bei innen liegenden Bädern und Duschen lassen Sie bitte die Lüftungsgeräte laufen, bis die Fliesen wieder gänzlich abgetrocknet sind und halten Sie die Türen dabei geschlossen.

Stellen Sie Möbel und Schränke nicht direkt an Wände, vor allem nicht an Außenwände, um einen mindestens 5 cm weiten Lüftungsabstand zu lassen. Die Luft soll zwischen Schrank und Wand zirkulieren können – Schränke mit Sockel sollten daher am besten mit mindestens 5 cm hohen Klötzen unterlegt werden. Das Gleiche gilt für Kellerräume, selbst wenn diese beheizt werden.

Vorhänge, besonders in Ecken, behindern die Belüftung und Trocknung; für Stores gilt das Gleiche. Wenn auch hier das Licht durchscheinen kann, wird die Luftzirkulation doch erheblich behindert. Deshalb sollten Vorhänge und Stores auch nicht vor den Heizkörpern bis zum Boden geführt werden.

Wandoberflächen sollten Sie durch Vinyl, Metall oder abwaschbare Tapeten oder Folien nicht dampfdicht „versiegeln“. Das Gleiche gilt für Anstriche, insbesondere wasch- und scheuerfeste Dispersionen oder Latexanstriche.

Für die Anstriche auf den Wohnungswänden und auch auf der Fassade wurden Mineralfarben mit einer hohen Dampfdurchlässigkeit verwendet. Dies sollte bei der Erneuerung der Anstriche unbedingt beachtet werden.

Die Wohnung muss ausreichend geheizt werden, denn nur erwärmte Luft kann Feuchtigkeit im Raum wie ein unsichtbarer Schwamm aufsaugen. So kann zum Beispiel Luft mit 0 °C nur 5 Gramm Wasser pro m³ aufnehmen, bei 20 °C sind es bis zu 17,5 Gramm pro m³. Der Sättigungsgrad der Luft kann durch ein Hygrometer gemessen und als relative Feuchte abgelesen werden. Als raumklimatisch behaglich werden Werte zwischen 40% bis 60% Luftfeuchtigkeit angesehen.

Sollten Schäden an der Mietsache entstehen, deren Ursache nachweislich auf unsachgemäßes Lüften zurückzuführen ist, so hat der Mieter sämtliche Kosten zur Beseitigung derselben zu tragen.